Kommt Ihnen das bekannt vor?
Angefangen wurde oft. Drangeblieben selten.
Zwei davon reichen meist, um zu sehen, woran es liegt.
- Es gibt ein Profil, auf dem seit Monaten nichts passiert ist.
- Gute Geschichten entstehen bei der Arbeit und verschwinden wieder, weil sie niemand notiert.
- Wenn etwas veröffentlicht werden soll, fängt jemand mit einem leeren Feld an.
- Der Freigabeweg ist unklar, also veröffentlicht sicherheitshalber niemand.
- Dasselbe wird für drei Kanäle dreimal neu geschrieben.
- Niemand weiß, was vor einem halben Jahr schon einmal gesagt wurde.
Ehrlich gesagt
Das Problem ist selten das Schreiben.
Das Problem ist das Erfassen. Wer ein System baut, das Texte erzeugt, aber nicht festhält, was bei der Arbeit tatsächlich passiert ist, bekommt viel Inhalt ohne Substanz. Das merkt man den Texten an, und den Leserinnen und Lesern auch.
Nützlich wird es, wenn das Festhalten dort passiert, wo die Arbeit stattfindet, und das Vorbereiten danach. In dieser Reihenfolge.
Was wir bauen
Erfassen, vorbereiten, prüfen, veröffentlichen, festhalten.
Erfassen
Eine Stelle, an der ein Hinweis aus dem Tagesgeschäft landet, bevor er vergessen wird. Zwei Sätze genügen; Vollständigkeit ist später jemand anderes Aufgabe.
Vorbereiten
Aus dem Festgehaltenen entsteht ein Entwurf, kein fertiger Beitrag. Ein Entwurf, der schon weiß, worum es ging, ist etwas völlig anderes als ein leeres Feld.
Prüfen
Ein Mensch entscheidet, ob das so nach außen geht. Wer das ist und woran man erkennt, dass es freigegeben wurde, steht fest, bevor irgendetwas automatisiert wird.
Festhalten
Was veröffentlicht wurde, bleibt auffindbar, mit Anlass und Datum. Sonst wird in achtzehn Monaten dieselbe Geschichte noch einmal erzählt, leicht anders.
Content- und Social-Abläufe:
- Idee
- Vorbereiten
- Freigeben
- Veröffentlichen
Wo Menschen beteiligt bleiben
Die Maschine bereitet vor. Wie der Betrieb klingt, entscheiden Sie.
Ein Modell kann einen Entwurf schreiben. Es kann nicht wissen, welcher Kunde gerade verärgert ist, welche Formulierung im Ort falsch ankommt oder welches Thema diese Woche unpassend ist. Deshalb endet jeder Ablauf hier an einer Freigabe, und zwar an einer, die jemand wirklich liest.